Twitter vs. App.net

Twitter tot? - Es lebe App.net?

Sie kennen das Problem. Soziale Netzwerke basieren auf einem Werbemodell zur Refinanzierung. Bei Facebook bekommt man Werbung eingeblendet, dafür kann man den Dienst kostenfrei und mit allen Funktionen nutzen. Bei Twitter sieht man nicht viel von der offiziellen Werbung, da diese im Moment nur auf der Website selbst erscheint und nur sehr großen Brands, wie American Express, vorbehalten ist. Doch das eigentliche Problem an Twitter ist, dass sich jeder einen Account kreieren kann, auch Spammer, Hacker und Werbefirmen. Doch nicht nur Menschen kreieren Accounts, sondern auch Roboter-Programme, die autonom agieren, sich als bekannte Person ausgeben und permanent Werbung posten,...[sociallocker id="4295"] welche sich natürlich immer unterscheidet um nicht erkannt zu werden. Oder Roboter-Programme, die ständig Follower suchen und kontaktieren, dann einfache Nachrichten schreiben und später vermehrt Links anzeigen, die Sie auf Viren leiten oder zu Web-Seiten führen, welche Schadprogramme enthalten. Also Sie sehen hier ganz klar das Problem des falschen Gebrauchs.

 

twitter_100.000

 

Limitierung der Access Tokens - die zweite Twitter-Problematik
Twitter ändert im Moment seine Programmierschnittstelle Twitter-API und begrenzt die Anzahl der Access-Tokens für Programmhersteller. Das bedeutet für Firmen, die Twitter-Clients schreiben, das aus. Denn meist ist bei 100.000 Tokens, so sagt das Unternehmen Twitter, Schluss. 1 Token entspricht 1 Account über dem sich ein Nutzer am Twitter-Client anmelden kann, bzw. den Zugriff erlangt. Bringt eine Firma, etwa wie Tabbots, eine Twitter-App heraus, dann können normalerweise nur bis 100.000 Nutzer-Accounts darauf zugreifen. Sind mehr als 100.000 erreicht, können sich also Nutzer von diversen Twitter-Apps keine Accounts mehr anlegen, oder darüber zugreifen. Sie müssen stattdessen auf die originale Twitter-App ausweichen. Doch das machen die meisten nicht, da die Twitter-App die von Twitter.com selbst stammt, viele Funktionen vermissen lässt. Dazu kommt, dass Benutzer oft mehrere Accounts haben und dies reduziert zusätzlich die Anzahl der Tokens. Firmen, die Twitter-Clients produzieren, stellen aufgrund der Begrenzung von 100.000 Access-Tokens, die Arbeiten ein, oder haben dies bereits getan, da sie ihre Tokens verbraucht hatten. Twitter teilt aber in Ausnahmefällen, mehr Tokens einer Firma zu. Tabots ist solch eine Firma, weshalb auch hier weiter an dem Twitter-Client, genannt Tweetbot, gearbeitet werden kann.

 twitter-api

 

Umstellung der API auf v1.1 - das dritte Twitter Ärgernis
Die neue Twitter-API 1.1, ab März 2013.
Bei den Twitter-Apps, die produziert und deren Entwicklung eingestellt wurde, aber bei vielen Benutzern noch in Gebrauch befanden, funktionieren nun auch nicht mehr. Twitter ändert und erhöht nämlich die Sicherheitsbestimmungen. Bei jedem Aufruf, muss künftig eine Authentifizierung stattfinden. Und Twitter schreibt vor, wie Tweets in Partneranwendungen dargestellt werden und wie auf Twitter.com verlinkt werden muss. Da die meisten Twitter-Apps dazu umprogrammiert werden müssten, aber eben viele nicht mehr weiter entwickelt werden, verweigern diese Ihren Dienst und werden somit vollkommen nutzlos. Ob und wie schnell sich Twitter aus dieser Misere hervorhebt, bleibt abzuwarten, oder gleich umzusteigen?

 

Die Lösung App.net!?
Gesprochen wird es app dot net. Die gebräuchliche Abkürzung lautet ADN. App.net funktioniert fast genau so wie Twitter. Die Entwickler von App.net kennen die Probleme, an denen Twitter krankt und vermeiden diese von Grund auf. Um die Entwicklung voran zu treiben und möglichst alle Spammer, Hacker und Werbefirmen abzuwehren, basiert App.net auf einem Bezahlmodell für Ihre Benutzer. Versprochen hat App.net auf Werbung komplett zu verzichten und da der Preis für die Nutzung relativ hoch ist, werden Spammer, Hacker und Werbefirmen diese Microblogging-Plattform meiden.

 app-net

 

Was kostet App.net?
Im derzeitigen Angebot, März 2013, schreibt App.net vor, entweder $5/Monat, oder $36/Jahr für die Benutzung, also einen Account, zu bezahlen. Das erscheint ziemlich hoch und das ist es eigentlich auch. Entwickler müssen sogar $100/Jahr bezahlen, bekommen aber einen Bonus, wenn ihre App unter den beliebtesten landet.

 app.net_profile

 

Welche Vorteile bietet App.net, gegenüber Twitter

App.net wird ständig weiterentwickelt. Es ist daher unsinnig, alle Vorteile bis ins Detail darzustellen. Der Grundgedanke aber sollte sein: „Wenn ich für einen Dienste bezahle, erwarte ich auch gewisse Leistungen dafür.“ Also eine Garantie für Funktion, Beständigkeit und Weiterentwicklung. Genau so stellt es sich auch App.net vor. Vielleicht überzeugen bereits diese drei wichtigen Grundeigenschaften einige Firmen, oder Privatleute, auf App.net umzusteigen. Um doch ein wenig ins Detail zu gehen, bietet App.net im Moment diese Vorteile gegenüber Twitter:

 

  • Eine deutlich breitere Listendarstellung
  • Eine Erhöhung auf 256 , statt auf 128 nutzbaren Zeichen für eine Nachricht
  • Private Nachrichten sind an alle Nutzer möglich inklusive Anhänge
  • Zusätzlich erhält jeder Nutzer, garantierten Speicherplatz für Daten, bei Premium Nutzern sind das 10GB Speicherplatz, einzelne Dateien dürfen 100MB groß sein.
  • Nachrichten (Posts) können Anhänge enthalten.
  • Keine Werbung

 

Wer nichts bezahlen möchte und trotzdem App.net einmal ausprobieren möchte, kann sich einladen lassen. Dies bedeutet, zahlende Mitglieder, können neue Benutzer hinzuholen, indem sie an diese, Einladungen (Invites) verschicken.

 

Solch eingeladene Benutzer haben einige Einschränkungen:

 

  • Dürfen nur 40 Leuten gleichzeitig folgen
  • Begrenzung auf 500MB Speicherplatz für Files
  • Einschränkung auf nur 10MB große Files zum hochladen

 

Da jede Firma und jeder Nutzer zahlen muss, um die volle Funktionalität zu erhalten, könnte App.net nie wirklich groß werden und zu einem kleinen Netzwerk für Geeks/Nerds verkommen. Viele Unternehmen scheuen die zusätzlichen Kosten die App.net bereitet. Jugendliche, Wenig-Verdiener, oder technisch uninteressierte, werden wohl kaum Geld für solch einen Dienst investieren. Wenn große Firmen vermehrt App.net nutzen, steigen auch die Nutzerzahlen von denen, die normalerweise sich nicht für solch einen Dienst Geld ausgeben würden. App.net ist im jetzigen Stand immer noch ein Experiment. Es bleibt abzuwarten, wie sich Benutzer entscheiden.

 

Mein Statement zu App.net:
Ich bin bei App.net Premium-Mitglied. Doch aufgrund der noch kleinen Nutzer-Anzahlen, bei diesem Microblogging-Dienst, stellt sich mir die Frage, warum ich Nachrichten auf dieser Plattform schreiben soll? Gut wäre, ein automatisches Crossposting von Twitter zu App.net, oder umgekehrt. Das würde vieles erleichtern, wenn eine Nachricht automatisch auf mehrere Dienste verteilt werden würde, doch einstellbar ist dies standardmäßig nirgends. Man muss sich seine eigene Lösung schaffen, um nicht in mehr und mehr verschiedenen Diensten, wie Twitter, App.net, Google+, Facebook, usw. seine Nachrichten einzutragen. Es wurde schon einmal vorgeschlagen, Geld für das versenden von E-Mails zu verlangen, um Spammer, Hacker und Werbefirmen besser abwehren zu können. Doch durchgesetzt hat sich dieses bis heute nicht. Viele Nutzer sind bereit, eine gewisse Werbe-Aktivität in kauf zu nehmen. Allerdings bleiben auch Spammer und Hacker, die solche freien, sozialen Netzwerkefür Ihre Zwecke ausnutzen. Es müssen auch noch einige, herausragende Funktionen kommen, um Twitter letzt endlich übertrumpfen zu können. Auf alle Fälle, werde ich App.net weiter beobachten und auch ab und zu nutzen, aber ersetzten kann es Twitter für mich noch nicht, da die Masse an Nutzern fehlt.

 

Internet-Links:
http://App.net
http://www.twitter.com
http://tapbots.com/software/tweetbot/
http://en.wikipedia.org/wiki/App.net

 

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